In dieser Beziehung ist Greta Vorbild für alle. Die sehen aber leider überwiegend nicht hin! Dabei zeigt Greta jedem Sisal-Strick schnellstens die Grenzen seiner Haltbarkeit auf. Sie hängt regelmäßig und ausdauernd an den Kratzbäumen und sorgt dafür, dass aus dem Strick flott eine weich fallende Puschelhaube wird.

Herabgefallenes Material fegt ihr Plüschschwänzchen in alle Richtungen. Unter Gretis Bäumen herrscht Ordnung. 

Minna hält es überwiegend wie Greta. Nur mit etwas weniger Leidenschaft. Aber auch sie pflegt ihre Krallen selbst und ist dabei sehr ordentlich. Gelegentliches Nägelkauen gehört bei Familie Miezkie dazu. Das kann schon mal beim Essen für ein außergewöhnliches Hintergrundgeräusch sorgen.

Anton pflegt schon aus lauter Angst ich könnte seine heiligen Füße berühren, seine Nägel selbst. Er weiß wie gern ich seine großen Hasenfüße massiere und gibt schleunigst Fersengeld, wenn er meinen Blick auf dieselben gerichtet sieht. Er brauchte erst im zarten Alter von fast 14 Jahren eine Maniküre. Praktischerweise hatte er ohnehin eine Narkose und hat es nicht bemerkt.

Das komplette Gegenteil zu Greta ist Paulinchen. Kaum war sie bei mir eingezogen, entdeckte meine Luxusmiez ihre Liebe zu Velours. Davon fand sich reichlich als Sofabezug. Alle Versuche ihre Aufmerksamkeit in andere Bahnen zu lenken schlugen fehl. Ich berichtete schon vor Jahren...... Nun bin ich der Meinung, dass sich eine Dame die ihre Nägel nicht hinreichend pflegt, schon einmal Nachhilfe gefallen lassen muss. Das sieht Pauline natürlich völlig anders. An diesem Punkt können wir zwei uns leider nur mit Hilfe der Behandlungstasche auf meine Meinung einigen.

Ihr würdet nicht glauben, was ich mir dabei anhören muss: „Finger weg du übergriffiges Luder!“  „Ich fresse dich, wenn du mich nicht sofort loslässt!“  „Wer hat dir das erlaubt, du Schlampe?“ „Ich schlage dich nieder und rede nie wieder mit dir!“ Sie pöbelt ohne Pause bis ich sie aus der Tasche befreie. Während ich mich dem Schmerz über die unfreundliche Ansprache hingebe, ist Paulinchen mindestens noch zehn Minuten beleidigt, bevor sie mir huldvoll befielt sie zu kraulen.

Die absolute Krönung jedoch ist Lotte. Ihre Krallen ähneln denen der Mädels, die ihr Geld in Nagelstudios versenken. Nur die von Lotte sind chic gebogen, nicht lackiert und behindern sie nicht nur beim Arbeiten, sondern auch beim Laufen. Lotte vermeidet strikt an irgendetwas zu kratzen, das ihre kostbaren Nägel beschädigen könnte. Wie Paulinchen liebt sie Velours. Auch Teppiche, T-Shirts und Pullis stehen hoch im Kurs. Ich besitze keine einzige Jogginghose ohne Loch. Dank der schonenden Behandlung von Lottes Nägeln muss ich regelmäßig tätig werden. Dabei besteht ernste Gefahr für meine Gesundheit.

Dieses Tier ist wirklich der Meinung, es ginge ihr ans Leben. Sie kann auf den Tod nicht leiden, wenn jemand ihre Beine anfasst. Blutentnahme beim Tierarzt nur unter Beruhigungsmitteln. Und glaubt mal nicht, das ginge dann kampflos aus! Lotte verliert nur leicht an Energie unter Sedierung. Das bedeutet sorgfältige Vorbereitung für mich. Behandlungstasche, Kragen und dicke Handschuhe sind obligatorisch. Dann gilt es Lotte zu überrumpeln. Ahnt sie vorher was kommt, habe ich keine Chance die Tasche zu schließen. Ist die Tasche aber zu, beginnt Lotte unverzüglich in ihr zu rotieren und jämmerlich zu schreien. „Sie will mich töten!“ „Sie schneidet meine Füße ab!“ „TIERRETTUNG herbei!“ Dabei steckt sie entweder mehrere Pfoten durch eine Öffnung oder versteckt alle konsequent in der Tasche. Glück habe ich, wenn sie durch den festen Stoff krallt. Dann kann ich einfach drauflos knipsen, weil sie die Krallen nur mühsam befreien kann. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen gelingt es dem sich windenden Tierchen nicht selten zu entkommen. Wie viele Krallen gekürzt werden ist reine Glückssache. Ist Lotte aus der Tasche befreit, benimmt sie sich sofort, als wäre nichts gewesen. Nachtragend ist sie bei all dem Drama jedenfalls nicht.

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Wie wunderbar leicht ist es doch dagegen bei Elli! Wenn sie ruht, also Zeit für mich hat, gehe ich einfach hin, kraule ein wenig, nehme eine Pfote und beginne die Krallen zu kürzen. Hat sie keine Lust, geht sie sehr unaufgeregt weg. Meistens genießt sie aber die Streicheleinheiten und lässt mich machen.

Lauter kleine Prinzen und Prinzessinnen habe ich hier. Mir wird nie langweilig.

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